Yoga-Übung für Mütter und Babys - © Iurii Sokolov/Fotolia.com

Yoga-Übung für Mütter und Babys

Fit von Anfang an

Yoga für Mütter und Babys liegt voll im Trend: Stars wie Gisele Bündchen zeigen ihren Fans immer wieder Schnappschüsse von sich und ihren Kleinen beim Yoga. Im Buch Yoga für Mütter und Babys werden Übungen für Babys in den verschiedenen Entwicklungsphasen mit vielen schönen Bildern erläutert. Die allerersten Übungen führen noch Mama oder Papa für den Nachwuchs aus, je größer die Kinder werden, desto aktiver machen sie selbst mit oder ahmen die Eltern bei den Übungen nach und lernen so einzelne Bewegungsabläufe.

Neben Yoga-Einheiten werden auch Babymassagetechniken erklärt und Eltern bekommen Tipps, wie sie die Signale ihres Babys richtig deuten. Die Übungen sollen schließlich in erster Linie dem Nachwuchs gefallen und Spaß machen. So sind offenes Staunen, das Greifen nach Gegenständen oder ein freudiges Gurren positive Signale, runzelt das Baby die Stirn oder wendet sich ab, gilt das als negatives Signal und man sollte die Yoga-Einheit lieber auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Und los geht's: Wir zeigen die Übung "Die erste Hüftsequenz" aus Yoga für Mütter und Babys:

1. Legen Sie beide Hände auf die Beine Ihres Babys. Stellen Sie Augenkontakt her und überprüfen Sie, ob Ihr Baby seine Zustimmung durch bejahende Körpersignale ausdrückt.

2. Platzieren Sie Ihre Hände um die gebeugten Beine des Babys und schieben Sie seine Oberschenkel fest in Richtung Bauch. Vermeiden Sie hierbei direkten Druck auf die Knie. Lösen und wiederholen Sie diese Bewegung zwei- bis dreimal, wobei Sie den ausgeübten Druck individuell auf Ihr Baby abstimmen. Babys können bedenkenlos auch durchaus starken Druck als angenehm empfinden. Hören Sie aber sofort auf, sobald Ihr Baby nicht mehr zufrieden ist. Abwechselndes Drücken und Loslassen regt seine Verdauung an und lindert Verstopfung.

3. Halten Sie Ihre Hände in derselben Position um die Schienbeine des Babys und führen Sie mit den gebeugten Beinen eine sanfte kleine Kreisbewegung aus, zunächst im Uhrzeigersinn, dann entgegengesetzt. Das ist die erste Yoga-Drehhaltung des Babys. Achten Sie darauf seinen Po bei dieser Bewegung nicht von der Matte zu heben.

4. Fahren Sie fort, indem Sie die Beine des Babys in langsamen Radfahrbewegungen, die mit zunehmender Erfahrung in dieser Übung schneller werden können, abwechselnd in Richtung seines Körpers und dann wieder zu Ihnen hinbewegen.



5. Die diagonale Dehnung besteht aus zwei Phasen: Zuerst bringen Sie den Fuß des Babys in Richtung seiner entgegengesetzten Hand. Lösen und wiederholen Sie mit dem anderen Bein und der entsprechenden Hand. Forcieren Sie die Berührung von Hand und Fuß keinesfalls, sofern diese nicht mühelos erfolgt.

Die zweite Phase ist eine diagonale Dehnung der Arme und Beine vom Körper weg. Tasten Sie sich an diese Übung sehr vorsichtig heran! Babys lieben diese Bewegung erst dann, wenn sie das Wegstrecken der Arme von der Brust als angenehm empfinden. Dagegen brauchen einige Babys, insbesondere Frühgeborene, etwas länger, um genug Vertrauen für diese Übung zu gewinnen.

6. Die nächste Übung bereitet die Hüftgelenke Ihres Babys auf Bewegung vor und stärkt dabei gleichzeitig die untere Rückenmuskulatur. Halten Sie die gebeugten Beine mit Ihren Daumen unter den Fersen und Ihren Fingern um die Fußgelenke und bringen Sie so die Fußsohlen zueinander. Diese Übung wird Ihrem Baby noch mehr Spaß machen, wenn Sie mit seinen Füßen sanfte Klopfbewegungen machen und dabei idealerweise rhythmisch mit ihm sprechen oder ihm etwas vorsingen.

7. Von vorheriger Übung ausgehend, bringen Sie nun die Beine Ihres Babys parallel zusammen und drehen Sie, in einer Gegenhaltung zur vorigen Bewegung, seine Knie etwas nach innen. Wiederholen Sie diesen Vorgang dreimal.

8. Entspannen Sie Ihr Baby, indem Sie seine Füße einige Sekunden lang festhalten.


Yoga für Mütter und Babys. Von Françoise Barbira Freedman. Erschienen im NaturaViva Verlag (144 Seiten, ISBN 978-3-935407-31-1, Preis: 18 Euro).

Melanie Gämmerler

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